Motorrad oder Auto? Der LIT Motors C1 ist eine Revolution!


In den überfüllten Städten der Welt, sei es in China oder Indien, nutzen die meisten Menschen kleine Motorräder oder Mopeds als primäres Transportmittel. Hält der Trend der wachsenden, globalen Mittelschicht weiter an, so umfasst sie in den nächsten zehn Jahren über einer Milliarde Menschen. Eine große Anzahl an Menschen, die ihre Mobilität mit einem entsprechenden Gefährt in immer stärker überfüllten Straßen und Städten ausbauen und verbessern wollen. Und als revolutionäres Elektro-Fahrzeug bietet es sich auch bei uns als nachhaltiges Fortbewegungsmittel in großen Städten insbesondere für Berufspendler an.

Der Lit Motors C1 mit dem Unternehmensgründer Daniel Kim

Der Lit Motors C1 mit dem Unternehmensgründer Daniel Kim

Dies sahen die Ingenieure bei Lit Motors als Herausforderung und entwickelten ein Fahrzeug, das nicht nur leicht und energieeffizient ist, sondern auch speziell für enge, überfüllte Straßen ausgelegt ist. So schufen sie ein Fahrzeug, das die Effizienz eines Motorrads mit dem Komfort und der Sicherheit eines Autos in sich vereint. Aber das Ergebnis ist schließlich kein typisches Auto! Denn wer die Effizienz von einem Gefährt mit zwei Rädern nutzen will, der steht vor dem großen Problem der Stabilität im Stillstand. Und wer mag schon Stützräder an seinem Auto haben?!
Die Ingenieure des US-amerikanischen Start-ups Lit Motors fanden eine Lösung und entwickelten das weltweit erste Auto mit nur zwei Rädern, ihren sogenannten C1. Auch wenn die ersten Prototypen des C1 schon etwas älter sind, so haben sich zwischenzeitlich das Unternehmen und ihr Prototyp sehr gut weiterentwickelt. Nur noch wenige Hürden müssen genommen werden, bis ihr revolutionäres Fahrzeug als qualitativ hochwertiges Produkt auf den Markt gebracht werden kann.

Gyroskope im C1

Gyroskope im C1

Die Elektro-Auto-Revolution ähnelt dabei einem typischen Auto nur wenig. Und obwohl er nur auf 2 Rädern fährt, ist der C1 von Lit Motors tatsächlich kein Motorrad, sondern wird aufgrund der Automobilstandards in den USA als Auto klassifiziert. Der Clou des Fahrzeugs ist seine Stabilisierungstechnologie, die es dem Fahrzeug ermöglicht, sich völlig selbstständig zu stabilisieren. Um das Fahrzeug vor dem Umfallen oder Kippen zu bewahren, griffen die Ingenieure auf Gyroskope – auch als Kreiselstabilisatoren bekannt – zurück. Diese sind unter dem Fahrzeug befestigt und stabilisieren das Fahrzeug mit jeweils 7.000 bis 10.000 Umdrehungen pro Minute selbstständig. Selbst bei einem Seitenaufprall reicht die Kraft der beiden Gyroskope aus, den C1 im völligen Gleichgewicht zu halten.

Der Lit Motors C1

Der Lit Motors C1

Neben der Effizienz eines Zweirads generiert der C1 auch noch einen mindestens ebenso hohen Fahrspaß. Innerhalb von sechs Sekunden erreicht der C1 bereits eine Geschwindigkeit von 100 km/h und in die Kurven neigt er sich der Zweisitzer ähnlich einem Motorrad. Auch die Sitzposition der beiden Passagiere hintereinander erinnert eher an ein Motorrad als an ein Auto. Warten wir also mal gespannt ab, ob und inwiefern sich ein solches Fahrzeug am Markt behaupten kann.

Der Lit Motors C1 von der Seite

Der Lit Motors C1 von der Seite

Quelle und weiterführende Informationen: Lit Motors

Lit Motors C1

Lit Motors C1
8.4

Realisierbarkeit

9/10

    Marktchance

    8/10

      Nützlichkeit

      9/10

        Spaßfaktor

        9/10

          Will ich haben

          8/10

            Pro

            • schnell und wendig
            • hoher Spaßfaktor
            • nützlich im Alltag, besonders in Städten

            Kontra

            • begrenzte Mitnahmekapazität
            • Sicherheit des Insassen bei Unfällen unklar

            Christian Bosse

            Immer auf der Suche nach Innovationen, Trends und neuartigen Ideen - egal ob auf Crowdfunding-Plattformen oder in Forschung und Wissenschaft - die das Potenzial aufweisen, die Zukunft schon jetzt zur Realität werden zu lassen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Forschungs- und Beratungsprojekten rund um die Themen Innovation und Zukunftsforschung immer auf dem aktuellen Stand der Methoden, Konzepte und Instrumente. Durch eine ausgeprägte Affinität für Technik auch Lead-User und Antenne für neue Technologien.

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            3 Antworten

            1. 4. Dezember 2014

              […] mit seinen nur 5 kg problemlos in einem Rucksack transportierbar. Nach dem zuletzt vorgestellten, zweirädrigen Elektroauto C1 von Lit Motors etwa ein neuer Trend für die […]

            2. 25. Dezember 2014

              […] Während 2,24 Meter in der Breite noch nicht so überdimensioniert für ein Auto erscheinen, erschwert die Länge von rund 6 Metern etwas das Rangieren auf engen, verwinkelten Straßen in Städten. Über das Gewicht des fliegenden Autos macht das Unternehmen auf seiner Webseite leider keine Angaben. Jedoch ist aufgrund des überwiegenden Einsatzes von Karbon beim Aufbau des AeroMobils 3.0 kann man davon ausgehen, dass es extrem leicht ist. Die Frage bleibt nur, auf welchen Straßen man mit dem AeroMobil 3.0 abheben kann, denn hierzu muss es auf etwa 130 Stundenkilometer beschleunigt werden. In Deutschland wäre dies auf der Autobahn denkbar, aber in manch anderen Ländern würde man da schon die erlaubten Geschwindigkeiten weit überschreiten. Auch Brücken und und Schilder über den Straßen würden das Abheben nicht so einfach machen. Es fehlt also noch eine vertikale Start- und Landemöglichkeit – ähnlich einem Helikopter – um das AeroMobil 3.0 in die Luft zu bekommen, oder der umweltfreundliche Elektroantrieb, entsprechend dem des LitMotors C1. […]

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